Warum ich mich mit Tierversicherungen beschäftigt habe

Traurigerweise musste vor einigen Wochen der Hund meiner Schwester nach längerer Krankheit eingeschläfert werden. Da denkt man dann als Hundebesitzer gleich genau nach und malt sich die schlimmsten Szenarien bei seinem eigenen Tier aus. Was ist, wenn „Keek“ erkrankt? Könnten wir kostspielige Behandlungen eigentlich selbst zahlen und wenn ja, wieviele hiervon? Immerhin ist der verrückte, schwarze Hund ein Teil unserer Familie, also würden wir wohl die Kosten übernehmen, egal wie!

Wie kann man die finanziellen Folgen in den Griff bekommen?

Schön wäre es da natürlich für mein Tier eine Haustierversicherung zu besitzen, die im schlimmsten Fall eintritt und zumindest einen Teil der Kosten erstattet. Ich hatte mal bei www.TIERVERSICHERUNG365.de über die Absicherung mit einer Tierversicherung gelesen. Tierkrankenversicherung nennt sich das Ganze und ich glaube, es gab auch Policen, die ausschließlich Operationskosten übernehmen. Ist es sinnvoll, die Kosten so nur bedingt abzusichern?

Eine umfassende Krankheitskostenversicherung ist meist sehr kostenintensiv. Welche Tierversicherung neben der Tierkrankenversicherung noch sinnvoll ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Allerdings ist die Tierhalterhaftpflicht in einigen Bundesländern eine Pflichtversicherung für jeden Hundehalter, während die Tierkrankenversicherung das nicht ist.

„Tierversicherungen“ ist ein Sammelbegriff für Versicherungsverträge, bei denen die Absicherung von Tieren bzw. deren Tierhaltern oder beruflichen Betreuern im Zentrum steht. Die bekanntesten Tierpolicen sind wohl die Tierkrankenversicherung, die Tieroperationskostenversicherung und die Tierhalterhaftpflichtversicherung.
Die Tierkrankenversicherung ist ein vollumfängliches Versicherungsprodukt, das die Erstattung von ambulanten und stationären Behandlungs- und Operationskosten vorsieht sowie die Übernahme von Medikationskosten. Bis zu welcher Höhe die Krankheitskosten von der Versicherungsgesellschaft übernommen werden, richtet sich nach dem jeweiligen Tarif. Hier ist festgelegt, zu wieviel Prozent erstattet wird und bis zu welchem Satz der Gebührenordnung für Tierärzte, ob es Maximalbeträge im Jahr gibt oder auch Zuschüsse bei der Vorsorge.

Die Versorgungs- und Krankheitskosten von Tieren absichern

Die Tier-OP-Kostenversicherung ist in der Regel günstiger als die umfassende Tierkrankenpolice, denn diese Versicherung tritt reinweg bei Operationskosten in Leistung (Untersuchungstag vor der OP, die Operation und die Nachbehandlung). Dafür werden üblicherweise bis zu 100 Prozent der anfallenden Kosten von der Gesellschaft getragen und Operationskosten können immens sein. Zu beachten ist auch bei dieser Tierversicherung, dass sich die Leistung auf die Gebührenordnung für Tierärzte bezieht. Der 2 fache Satz wird in den meisten Verträgen angeboten. Bei Anwendung des 3 fachen Satzes kann sich die prozentuale Erstattung verringern. Jährliche Leistungsgrenzen und auch Ausschlüsse verschiedener OPs können vereinbart sein.

Die Tierhalterhaftpflicht versichert laut Tierversicherung365.de die Schäden an Dritten, welche durch das eigene Tier verursacht wurden. Hat das Tier Dritten, deren Eigentum oder Vermögen einen Schaden zugefügt, muss der Halter des Tieres sich hierfür verantworten und gegebenenfalls Schadensersatz zahlen. Je nach Schadensfall kann diese gesetzlich verbriefte Haftung teuer werden. Die Tierhalterhaftpflichtversicherung leistet bei Personenschäden, Sachschäden sowie Vermögensschäden gemäß der im Vertrag festgelegten Deckungssumme und diese kann pauschal bis zu 20 Millionen Euro betragen. In einigen deutschen Bundesländern existiert für Hundehalter zum Teil bereits die gesetzliche Verpflichtung, eine solche Versicherung abzuschließen.

Neben der Tierkrankenpolice, der Tieroperationskostenpolice und der Tierhalterhaftpflicht gibt es weitere Tierversicherungen zum Schutz von Tierhaltern, beruflichen Tierbetreuern und Tieren, zum Beispiel die Tierunfallversicherung, die Reiterunfallversicherung für Reiter eines Pferdes oder spezielle Rechtsschutzversicherungen für das berufliche Risiko. Je nach Tierversicherung und Tarif können sich Halter und berufliche Betreuer von Kaninchen, Katzen, Hunden, Pferden, Rindern, Schweinen, Schafen, Eseln, Geflügel, Kamelen, Alpakas, Emus etc. gegen verschiedene Risiken, verbunden mit der Tierhaltung und Tierbetreuung, absichern.

Die Versicherungsbeiträge bei den Tierversicherungen

Die Versicherungsbeiträge richten sich bei den Tierversicherungen insbesondere nach der Tierart, der Rasse, dem Alter und der Anzahl der Tiere. Der Versicherungsumfang mit Maximalleistung im Schadensfall ist freilich ebenfalls ein Kriterium (Erstattungssätze, Gebührenordnung für Tierärzte, jährliche Höchstgrenzen, allgemeine Deckungssumme, Ausschlüsse, Sondervereinbarungen etc.). Selbstbeteiligungen können vereinbart werden und den Versicherungsbeitrag mindern. Rabatte gibt es unter anderem für erfahrene Tierhalter sowie bei den angebotenen Kombiprodukten, die mehrere Tierversicherungen unterschiedlicher Art beinhalten.

Fazit: Ich als Hundehalter besitze eine Tierhalterhaftpflicht. Der Versicherungsfall einer Tierhalterhaftpflichtpolice – das Tier verursacht Schäden an Fremden oder deren Eigentum – ist sehr realitätsnah und kann mit hohen Kosten verbunden sein. Zudem ist jene Tierversicherung nicht mal besonders kostenintensiv, der Kosten-Nutzen-Faktor passt also, so dass für mich auch dann ein solcher Vertrag in Frage käme, wenn keine gesetzliche Verpflichtung bundeslandbedingt existieren würde.

Bei der Absicherung der Krankheitskosten bin ich momentan weit weniger schlüssig. Einerseits ist das Risiko, dass unser Hund im Alter erkrankt oder zumindest an Gebrechen leidet, ohne Zweifel vorhanden! Und stellt sich bei ihm eine langfristige bzw. schwerwiegende Krankheit ein, kann dies sehr teuer werden. Im Bekanntenkreis kenne ich zudem leider viele, die wegen der Erkrankung ihrer Hunde hohe Tierarztrechnungen in der Post hatten.

Manche Policen sind nicht sinnvoll

Andererseits sind die umfangreichen Krankheitskostenpolicen für Tiere nicht immer günstig und mit einem Alter von nunmehr 9 Jahren wird es für unseren Hund wahrscheinlich schwierig werden, überhaupt eine Versicherung zu bekommen oder wir müssen mit Versicherungsausschlüssen bzw. Zuschlägen leben.
Die Tierunfallversicherung und die Tier-Operationskostenversicherung sind zwar oft erheblich günstiger als die Tierkrankenpolice, allerdings ist das Leistungsfeld doch recht eingeschränkt, vor allem bei den Tierunfalltarifen. Mit der Tier-OP-Kostenversicherung könnten wir immerhin etwaige OP-Kosten abdecken, die ja in den meisten Fällen sehr hoch ausfallen. Eine Absicherung für den schlimmsten Fall sozusagen, das wäre überlegenswert! Hier sollten wir uns nochmal informieren wegen dem fortgeschrittenen Alter unseres Hundes und eventueller Operationsausschlüsse.

Für Halter von Rassetieren – vor allen Dingen Rassepferden – ist die Entscheidung bezüglich der Krankheitskostenabdeckung per Versicherung vermutlich einfacher. In diesen Fällen ist viel Kapital im Tier gebunden, eventuell gibt es sogar einen beruflichen Schwerpunkt, so dass sich Kosten und Nutzen deutlich besser abwägen lassen.

Die Absicherung mit der betrieblichen Haftpflicht

Wie ich in meinem letzten Beitrag geschrieben habe, hatte ich bis dahin noch keine Absicherungsmöglichkeit gefunden, die zu meiner Tätigkeit passt. Allerdings habe ich mich jetzt beraten lassen und überlege doch, eine spezielle Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen.

Die Absicherung mit der Vermögensschadenhaftpflicht

AbsicherungBei einer Vermögensschadenhaftpflichversicherung handelt es sich um eine spezielle Form der Berufshaftpflichtversicherung, bei der aber Personenschäden nicht versichert sind. Und das ist bei meiner Tätigkeit ja auch nicht nötig. Diese spezielle Berufshaftpflicht Absicherung kann man sich auch auf seine eigene Tätigkeit zuschneiden lassen. Ich habe weitere Informationen, eine Beratung und einen Berufshaftpflicht Vergleich angefordert und dem Berater dann meine Tätigkeit geschildert.

Der Finanzberater hat dann eine Risikoanalyse meiner betrieblichen Tätigkeit durchgeführt und diese dann der Berufshaftpflichtversicherung zugeleitet. Dort hat man mir dann einen speziellen Vertrag mit einer genauen Beschreibung der abgesicherten Risiken zukommen lassen. Durch das weglassen der Absicherung von Personenschäden war das Angebot sogar halbwegs günstig.

Fazit: manchmal lohnt es sich, eine Beratung von einem erfahrenen Profi in Anspruch zu nehmen. Ich habe mich lange im Internet informiert, aber keine gute Lösung gefunden. Ein maßgeschneidertes Paket an Versicherungsleistungen macht bei der Absicherung mit einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung am meisten Sinn.